True Social? Vero fehlt, was Snapchat ausgezeichnet hat.

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Am spannendsten an Vero sind aktuell nicht die Funktionen, sondern die Meinungen, welche sich rund um das aufstrebende soziale Netzwerk drehen. Von „Vero ist ein alter Hut“, über „gebt Vero erstmal eine Chance“, bis zu „Vero könnte zu einer echten Alternative zu Facebook und Co. werden“, ist alles dabei.

Irgendwie haben alle drei Meinungen recht. Für mich ist immer ein entscheidender Indikator, wer sich bei so einem Hype registriert. Sind es wieder nur die üblichen Verdächtigen aus der Social Media Welt oder sind auch Freunde dabei, deren Interesse an neuen Apps sonst eher verhalten ist. Vero hat es zumindest geschafft, dass beide Gruppen am Start sind. Das heißt, die Aufmerksamkeit ist momentan sehr hoch, auch außerhalb der Social Media Filterblase. Aber wodurch zeichnet sich Vero aus? Ist es vielleicht mehr die Unzufriedenheit mit Facebook und Instagram als die Features von Vero?

Vero bezeichnet sich als True Social und in meinen Augen sind es vor allem zwei Punkte, die neue Nutzer anziehen.

USP 1: Vero hat keinen Algorithmus

Seit Facebook seinen News Feed durch Algorithmen sortiert, gibt es immer wieder Forderungen nach einer chronologischen Reihenfolge. Auch das kann man verstehen. Eine chronologische Reihenfolge kann aber problematisch werden, beziehungsweise kann die Qualität des Feeds leiden.

Auf Facebook ist beispielsweise die Anordnung „Neueste Meldungen“ alles andere als Optimal und dem „Top Meldungen“ Feed deutlich unterlegen. Es gibt genauso viele negative Stimmen zu langweiligen Urlaubs- und alltäglichen Bildern, irrelevanten Veranstaltungen und geteilten Videos. Genau das ist die Gefahr bei einer chronologischen Sortierung.

Wenn Vero von True Social spricht, dann meinen sie auch nicht Unternehmen, die durch eine chronologische Sortierung auch nicht profitieren würden. Falls das jemand glaubt.

USP 2: Vero hat keine Anzeigen

Werbung nervt die Menschen auf Facebook, Instagram oder Twitter. Oder schlechte Werbung und falsches Targeting stört die Menschen. Das ist logisch und wenn ein soziales Netzwerk kommuniziert, dass es keine Anzeigen von Unternehmen geben wird, werden viele Menschen hellhörig.

Das Modell funktioniert aber nur dann, wenn es ein anderes Finanzierungsmodell gibt. Im Fall von Vero sind es Gebühren für die Nutzung von Vero. Ob die Menschen dann wirklich bereit sind, für eine Social Media App zu zahlen, wenn es doch Facebook, Insta und Snapchat kostenlos gibt, wird sich zeigen. Ich bin skeptisch.

Des Weiteren gibt es auf Vero auch relativ prominente Platzierungen von Produkten. Auch CTAs wie „jetzt bestellen“ findet man auf den ersten Blick. Wenn Werbefrei kommuniziert wird, dann sollte es auch komplett Werbefrei sein. Wer für Vero bezahlt, sollte solche Produkte zumindest nicht angezeigt bekommen. Oder wie denkt ihr darüber?

Warum die beiden von Vero USPs nicht ausreichen werden

Reichen die beiden USPs? Auch das Design wird häufig positiv erwähnt. Das ist natürlich auch ein wenig Geschmacksache, aber ein Freund von drei verschiedenen Schriftarten und Textblöcken auf einem Bild kann es nicht sein.

Auch die Möglichkeit Filme, Bücher und Musik mit seinen Freunden zu teilen, ist nichts Neues. Im Gegenteil. Wer sich noch an die Hochzeiten der Facebook Open Graph Apps erinnern kann, wird Beiträge dieser Art kennen. Es gibt eine Vielzahl von Apps, die genau das Gleiche machen und über Anbindungen zu sozialen Netzwerken verfügen. Die automatisierten Posts wurden auf Facebook eingestellt. Es ist aber weiterhin möglich, über Status Updates identische Beiträge zu veröffentlichen.

Was-ist-Vero-true-social-app

Niemand wird zu Vero wechseln, weil man eventuell Bücher und Filme schneller Posten kann. Wenn Influencer auf Instagram ihre Vero Profile teilen, dann geht es leider häufig nicht um True Social, sondern um einen Rückgang bei der eigenen Reichweite und der Interaktionen. Ist das die Motivation, dann wird es für Vero schwierig.

Auch wenn Vero keine Werbung zulässt, werden Menschen Werbung auf Vero teilen. Sei es für sich selbst oder sei es für ein Unternehmen. Das heißt, wenn man beispielsweise den gleichen Influencern wie auf Instagram folgt und diese Kooperationen durchführen, dann werdet ihr diese auch auf Vero sehen. Da bin ich mir sicher. Das ist übrigens das nächste Problem. Wer den gleichen Profilen wie auf Facebook, Twitter und Instagram folgt und das auch auf Vero macht, wird den Mehrwert schnell infrage stellen.

Vero fehlt die Innovation von Snapchat

Wenn man Vero mit dem Snapchat Hype von vor ein paar Jahren vergleicht, dann fehlen Vero die Innovationen. Snapchat hat Social Media auf den Kopf gestellt und dafür gesorgt, dass wir Stories jetzt in vielen Apps vorfinden. Den enormen Erfolg von Stories konnte man damals noch nicht erahnen, aber es war ein neues Format und eine neue Form der Kommunikation. Vero hat das nicht.

Facebook macht Snapchat das Leben schwer und genau deswegen. Stories waren neu und gab es in dieser Form in keiner anderen App. Alles was Vero hat, gibt es aber schon. Instagram Stories haben denn rasanten Wachstum von Snapchat gestoppt. Ob die Stories chronologisch waren oder ob es Werbung gab, hat keine Rolle gespielt. Es ging um die bestehenden Kontakte und die Reichweite der Stories.

Wer jetzt schreibt, man sollte Vero eine Chance geben, sollte mal überlegen, wann man Snapchat die letzte Chance gegeben hat. Es wird die Zeit von einer neuen Social Media App kommen, die Facebook herausfordern wird. Dafür benötigt es aber einen neuen Ansatz. Ein chronologischer Feed und unzufriedene Nutzer anderer Plattformen, werden aber nicht ausreichen.

Leseempfehlungen zu Vero:

Vero’s founder didn’t pay his employees, but now he’s all about ‚trust‘

Meet Vero, the barely-functional app gunning for Instagram’s audience

Google+ | Twitter | Facebook |

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Instagram Stories: Unternehmen erzielen 20 % ihrer Impressions mit Stories.

Von den mittlerweile 25 Mio. Instagram Unternehmensprofilen veröffentlichen 50 % pro Monat mindestens eine Instagram Story. Je mehr Unternehmen Instagram Stories verwenden, umso höher wird auch der Wettbewerb im Stories-Bereich.

Instagram Content wird noch vom Feed dominiert

Wenn wir einmal die Anzahl von Stories mit der Anzahl von veröffentlichten Unternehmensinhalten im News Feed vergleichen, überwiegen noch die Inhalte im News Feed. Socialbakers hat die relative Verteilung analysiert und Instagram Stories kommen auf 46 % und der Feed auf 54 %. Da in der Regel mehrere Inhalte für Stories hintereinander produziert werden und nur die Anzahl an sich verglichen wurde, besteht bei Instagram Stories noch viel Luft nach oben.

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Die Bedeutung von Instagram Stories wird Unternehmen immer bewusster. Stories verlangen aber eine andere Herangehensweise und der Wechsel vom Feed zu Stories oder die Erweiterung der Instagram Strategie um Stories, braucht seine Zeit.

Immer mehr Instagram Stories Impressions

Instagram wird alles daran setzen, Stories nicht nur weiter bei seinen Nutzern zu etablieren, sondern auch bei Unternehmen. Sei es über eine bessere Integration in die Unternehmensprofile, eine Anbindung zu Facebook Stories, oder über zusätzliche Erwähnungen im Feed.

Wie Socialbakers ermittelt hat, machen Instagram Stories bereits ein Viertel der generierten Impressions von Unternehmensprofilen auf Instagram aus. Vor dem Hintergrund das 50 % der Unternehmen Stories noch nicht nutzen zeigt sich, wie groß der Anteil schon jetzt ist. Stories sind das Format der Stunde auf Instagram und die Möglichkeiten Stories mit Hashtags, Locations und anderen Accounts zu verknüpfen, bieten sie für Unternehmen viele Möglichkeiten.

Instagram-Stories-Impressions-Vergleich-Feed

Wie bei Inhalten im Instagram Feed, werden Instagram Stories nutzerspezifisch ausgespielt. Follower die mit Inhalten im Feed interagieren, regelmäßig Stories konsumieren, oder Instagram Profile aufrufen, werden auch regelmäßig neue Stories an den vorderen Positionen angezeigt bekommen.

Von den unterschiedlichsten Seiten wird natürlich auch der Instagram Algorithmus (Feed) kritisiert. Stories sind das Angebot von Instagram, um auf einem anderen Weg viel Sichtbarkeit zu bekommen. Auch wenn die Bewertung von Inhaltem im Feed und von Instagram Stories unterschiedlich ausfällt, sollten sie in die Gesamtbewertung von Instagram hineinfließen. Instagram ist der Feed und der Stories-Bereich und eine einzelne Betrachtung wird in 2018 immer ungenauer und lässt viele Elemente außen v0r.

Je mehr Unternehmen Stories also verwenden, umso härter wird der Kampf um die vorderen Plätze. Unternehmen die eine gute Mischung zwischen Feed, Stories und Influencern auf Instagram finden, sind aktuell im Vorteil. Es ist aber auch sehr gut vorstellbar, dass Instagram mit steigender Anzahl von Stories, seine Kriterien für die Anordnung weiter anpassen wird. Der Instagram Stories Algorithmus wird in der Zukunft eine Rolle spielen. Aber das sollte niemanden mehr überraschen.

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Facebook 3D Posts: Den News Feed gibt es jetzt auch in 3D.

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Geht es um Virtual Reality und Oculus Rift, spricht Facebook immer von „immersive experiences“. Für Facebook bedeutet dies eine Massentauglichkeit von Virtual Reality und  die Weiterentwicklung von Facebook Spaces. Es geht aber auch um eine Integration von neuen Technologien in bestehende Technologien. Der News Feed ist der Kern von Facebook. Mit Facebook 3D Posts können 3D Objekte jetzt auch im New Feed für ein noch interaktives Erlebnis sorgen.

Facebook 3D Posts

Facebook 3D Posts wurden auf der Oculus 4 Connect präsentiert und erste Anwendungsbeispiele zeigten, in welche Richtung sich der News Feed der Zukunft entwickeln könnte. Jetzt sind die ersten Beispiele auf Facebook aufgetaucht und auch der Developer Bereich wurde um weitere Informationen ergänzt. Im Blog findet ihr auch Beispiele von Lego, Sony, WayFair und Clash Royale, die bereits erste Facebook 3D Posts veröffentlicht haben.

Facebook 3D Posts

So wie Virtual Reality auch in 2017 noch am Anfang steht, sehen für mich auch Facebook 3D Posts aus. Objekte können bewegt werden und es gibt auch kleine interaktive Spielereien mit Inhalten. So wurde auf der Oculus Connect 4 ein Beispiel von einem Facebook 3D Post gezeigt, bei dem man die Tür eines Autos öffnen und schließen kann.

Facebook 3D Posts können direkt in Spaces erstellt werden, aber es stehen bereits weitere Optionen in der Pipeline. Facebook/Oculus plant die Bereitstellung einer API, mit der 3D Posts beispielsweise aus nativen Apps heraus geteilt werden können.

Um einen 3D Post zu teilen, müsst ihr natürlich die Anforderungen von Facebook berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass es sich um eine GLB Datei handelt. Die Größe der Datei darf nicht größer als 3 MB sein. Eine detaillierte Übersicht findet ihr der Facebook Developer Doku. Hier könnt ihr euch auch direkt ein paar Beispiele herunterladen und testen.

Beispiele Facebook 3D Posts zum Download

3D Posts mit Spaces und Oculus Medium

Die neuen 3D Posts funktionieren ab sofort. So können beispielsweise alle mit Oculus Medium erstellten Modelle als Facebook 3D Post geteilt werden.

Für Facebook war 2017 ein wichtiges Jahr bei der Entwicklung und Verbesserung von VR Inhalten. Aktuell spielt der Facebook News Feed und Social Sharing aber noch eine kleine Rolle. Die Aufmerksamkeit für Facebook 3D Posts könnte aber schnell zunehmen. Vor allem auf der Seite von Marken und Unternehmen, die es wahrscheinlich kaum abwarten können, die eigenen Produkte als 3D Post zu veröffentlichen.

3D Posts sind aber nur ein Bestandteil und bestimmt nicht die größte Baustelle. Das merkt man auch an der Zeit, die das Thema auf der Oculus Connect 4 bekommen hat. Viel entscheidender wird für Facebook sein noch mehr Entwickler für sich zu gewinnen (was sie schaffen werden) und vor allem der Vertrieb von Oculus Rift Headsets und der ab 2018 verfügbaren Oculus Go.

Dennoch zeigen die 3D Posts, in welche Richtung sich der News Feed entwickeln könnte und wie das Thema interaktive Inhalte auf die nächste Stufe gehoben werden könnte.

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(Facebook 3D Posts ab 01:15:00)

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Twitter geht gegen Bots vor oder wenn Automatisierung zu Spam wird.

Marketing Automation soll Unternehmen die Arbeit erleichtern und ermöglichen, die richtigen Kunden automatisiert mit den passenden Inhalten anzusprechen. Alles gut. Dann gibt es aber noch die andere Art von Automatisierung. Automatisiertes Publishing auf mehreren Accounts gleichzeitig. Automatisiertes folgen und entfolgen von Social Media Accounts und die automatisierte Ausführung von Likes oder Shares. Twitter geht gegen diese Art der Marketing Automation jetzt gezielt vor und hat einige Anpassungen angekündigt, die nahezu auf jedes soziale Netzwerk zutreffen.

Bildquelle Flickr: Fotograf spinster cardigan“ no mail today“ (CC BY 2.0)

Wenn Automatisierung zu Spam wird

Im Twitter Developer Blog wurden die Anpassungen vorgestellt. Des Weiteren wurden Dienstleistern, App Entwicklern und Unternehmen Richtlinien an die Hand gegeben, die alle relevanten Punkte abdecken.

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Keine identischen Inhalte gleichzeitig veröffentlichen

Im ersten Punkt geht es um die Veröffentlichung von Inhalten (Tweets), die gleichzeitig auf mehreren Twitter Profilen geteilt werden. Nahezu alle Social Media Publishing Tools unterstützen die Verwaltung von mehreren Accounts. Wenn dieser Ansatz jetzt im großen Stil durchgeführt wird, konnte über die Twitter Api mit wenigen Schritten eine große Anzahl von Inhalten parallel veröffentlicht werden. Wer Spam verbreiten will, findet das natürlich hilfreich und leider wurden diese Möglichkeit auch so eingesetzt.

Do not simultaneously post identical or substantially similar content to multiple accounts.

Als Alternative nennt Twitter manuelle ReTweets. Ihr werdet also etwas mehr Zeit für das Publishing auf Twitter investieren müssen.

Keine Interaktionen (Likes, ReTweets) gleichzeitig durchführen

Neben der Veröffentlichung von Inhalten, sind automatisierte Interaktionen ein weiteres großes Problem und das gilt nicht nur für Twitter.

In den neuen Richtlinien gibt Twitter klar vor, dass automatisierte und gleichzeitig durchgeführte Interaktionen einen Verstoß darstellen. Das gilt sowohl für eigene Apps als auch für Dienstleister, die Social Media Tools entwickeln und ihren Kunden zur Verfügung stellen.

Do not simultaneously perform actions such as Likes, Retweets, or follows from multiple accounts.

Auch das automatische Folgen von mehreren Accounts gleichzeitig ist nicht im Sinne von Twitter.

Automatisiert in die Twitter Trends

Wer über eine große Anzahl von Twitter Profilen verfügt und über eine Automatisierung versucht in die Twitter Trends zu kommen, muss sich etwas anderes überlegen. Jegliche Form von einer automatsierten Planung und Veröffentlichung von Inhalten ist untersagt. Sieht so der „Mehrwert“ und das Prinzip einer Twitter App aus, dann ist damit jetzt Schluss.

The use of any form of automation to post identical or substantially similar content, or to perform actions such as Likes or Retweets, across many accounts that have authorized your app (whether or not you created or directly control those accounts) is not permitted.

Twitter setzt dies auch auf TweetDeck um.  Wenn ihr TweetDeck nutzt, um Tweets zu publizieren, müsst ihr jetzt immer alle Accounts einzeln auswählen.

Die Änderungen von Twitter sind definitiv der richtige Weg und ein weiterer Schritt, dass Social Media Spam Problem in den Griff zubekommen. Euer Aufwand wird sich durch die Anpassungen voraussichtlich etwas erhöhen, aber da müssen wir jetzt durch. Auch wir haben TweetDeck genutzt, um Tweets zu veröffentlichen. Für Twitter spielt es keine Rolle, ob es zwei oder 200 Accounts sind. Wenn sich durch die härteren Richtlinien aber die Qualität der Plattform verbessert und es Spammer schwerer haben, dann nehmen wir den höheren Aufwand gerne in Kauf.

Alle Entwickler haben bis zum 23. März 2018 noch Zeit, eventuelle Anpassungen vorzunehmen und ihre Apps und Tools an die neuen Vorgaben von Twitter einzustellen.

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OMR Festival 2018 Side Event: Socialpocalypse, was kann AI im Marketing wirklich & B2B Influencer Marketing

Zum OMR Festival 2018 veranstalten wir wieder einen Side Event und erklären euch unsere Sichtweise zu aktuellen Marketingthemen, Entwicklungen und Hypes.

Wir haben unser Side Event in drei Teile aufgeteilt und die Location ist wie im letzen Jahr das Braugasthaus „Altes Mädchen“. Wir starten am 22.03.2018 um 10.00 Uhr und präsentieren euch in drei Blöcken digitales Marketing. Für Snacks und Getränke ist gesorgt und unser OMR Side Event endet um 16.30 Uhr.

Unsere Side Event Agenda für den 22. März:

Socialpocalypse

10.00 Uhr bis 11.30 Uhr

Nie stand Facebook so in der Kritik wie in 2018. Während Publisher und Unternehmen den Entwicklungen kritisch gegenüber stehen, sehen die Prognosen für Influencer Marketing deutlich besser aus. Aber hängen der Facebook Algorithmus und der Siegeszug Influencer Marketing wirklich zusammen? Was müssen Unternehmen und Influencer jetzt bedenken? Was ändert sich bei Influencern und Bloggern? Und sieht alles wirklich so düster aus, wie es prognostiziert wird?

zur Anmeldung

B2B Influencer Marketing – Sponsored by VDA

12:00 Uhr bis 13:30 Uhr

Der B2C Bereich dominiert die Diskussionen um Influencer Marketing. Aber auch für den B2B Bereich bietet Influencer Marketing und im Speziellen Influencer und Blogger Relations viele Möglichkeiten. Wie B2B Influencer Marketing aussehen kann, zeigen wir euch an Beispielen und haben mit Verband der Automobilindustrie einen schlagkräftigen Partner an Bord, der sich in 2018 speziell auf B2B Influencer Marketing konzentrieren wird.

zur Anmeldung

AI im Marketing – Was funktioniert und was ist nur BlaBla?

14:30 Uhr bis 16.00 Uhr

Vom Hype zur Zukunft des Marketings. So kann man die aktuelle Situation und die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich AI Marketing beschreiben. Wenige Themen werden so unterschiedlich interpretiert, aufgeblasen und eingeordnet. Zusammen mit José Luis Carretero López von AppliedSmartness gehen wir den wichtigsten Fragen rund um AI im Marketing auf den Grund, geben euch eine Einführung in das Thema, zeigen euch, welche Rolle AI wirklich für eure Marketingaktivitäten spielen wird und beleuchten, wie intelligent Chatbots wirklich sind (oder nicht).

zur Anmeldung

Ihr könnt euch gerne für den kompletten Tag anmelden oder gerne auch für die Slots, die für euch genau die richtigen Themen behandeln. Einfach bei der E-Mail Anmeldung angeben, woran ihr gerne teilnehmen möchtet. Wir freuen uns auf euch!

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Falsche Likes, falsche Follower & falsche Zielgruppe – Fake Influencer auf Instagram in der AUDITOR Analyse.

Mit Instagrammern die Follower und Likes kaufen wurde schon abgerechnet, sie wurden denunziert und sind Auslöser für die kritischen Diskussionen rund um die Wirkung von Influencer Marketing. Accounts werden geblockt, Followerzahlen brechen ein, um am nächsten Tag wieder erhöht zu werden.

Es gibt diverse Tools, mit denen ihr anhand der Entwicklung der Followerzahlen und der Interaktionen feststellen könnt, wer organisch auf Instagram wächst und wer nur mit Dollarzeichen in den Augen unterwegs ist. Auch wer Follower und Likes im Abo kauft, fliegt schnell auf. Zumindest wenn sich Unternehmen und Agenturen das Profil ansehen, die wissen worauf man zu achten hat.

Neben diversen Micro Influencern gibt es aber auch den Like und Followerkauf im großen Stil. So entstehen Influencer Accounts, welche an der 1 Mio. Followergrenze liegen und regelmäßig Kooperationen mit Unternehmen durchführen. Dann bringt dann auch kein Check der Interaktionsrate etwas, da diese natürlich auch fake ist.

AUDITOR for Instagram ist ein weiteres Tool, welches sich dem Thema Fake Accounts widmet und vielen interessanten Statistiken daherkommt. Vor allem der Vergleich zu ähnlichen Profilen ermöglicht eine gute Einordnung und zeigt gleichzeitig, dass Instagram das Problem bei Weitem nicht im Griff hat.

Ein Beispiel. Das Instagram Profil hat über 900.000 Abonnenten und eine Interaktionsrate von 2,34 %. Ist das jetzt gut? Auf den ersten Blick sehen 30.000 Likes pro Bild vielleicht gut aus und wenn man nicht eine Sekunde weiterdenkt, kommt eventuell eine Kooperation zustande. Jetzt setzt AUDITOR for Instagram an.

Auditor for Instagram - Zielgruppenqualität Influencer Marketing

Warum liegt die Qualität der Zielgruppe nur bei 46 von 100 Punkten? AUDITOR stellt schnell fest, welche Art von Profilen dem Account folgen und auch mit den Inhalten interagieren. Zeit einer genaueren Blick auf die Follower zu werfen.

Zur Erinnerung: Auf Instagram gibt es kein Targeting für Posts. Wenn man für das Marketing in Deutschland verantwortlich ist, dann sollten doch die meisten Follower zumindest aus Deutschland kommen. Clever sind die Fake Influencer auch nicht wirklich. Da werden Deutsche und Englische Captions gemischt. Kann man machen, aber wenn es gerade bei Kooperationen deutschsprachige Texte sind und sonst nur englische, ist das schon merkwürdig. Aber auch egal denn 70 % der 900.000 Follower kommen ja sowieso nicht aus Deutschland. So bleiben anstatt 900.000 Follower nicht einmal 200.000 übrig. Cool.

Auditor for Instagram - Zielgruppenstatistiken Influencer Marketing

Noch besser. Von den Followern sind laut der Analyse von Auditor nur 49,6 % „echte“ Profile. Ein paar andere Influencer wollen vielleicht verfolgen, wie dreist die Instagram Bots weiterlaufen, oder sind genauso Fake wie das analysierte Profil.

Thematischer Fokus ist natürlich Fashion für Frauen. Da freuen sich die Unternehmen, welche die knapp 70 % männlichen Follower aus der Türkei, Indien und Indonesien erreichen.

Ein ernüchternder Satz innerhalb der Analyse lautet: 49,2% der Aktivitäten des Accounts sehen verdächtig aus. Ähnliche Konten haben im Durchschnitt 27,6% verdächtige Aktivitäten.

Auditor for Instagram - Qualität Interaktionen Influencer Marketing

Heißt, dieser Account spielt in der Fake Instagram Champions League, es gibt aber noch genug ähnliche Profile dieser Art.

Spätestens jetzt sollte jedem Unternehmen klar werden, dass eine Kooperation nichts bringt. Außer Likes und Kommentare von Bots. Wer Schwierigkeiten dabei hat, Fake Follower zu identifizieren, sollte nicht auf ein entsprechendes Tool verzichten. Die Kosten des Tools werden schnell mit einer guten Analyse eingespart. Das sollte jedem einleuchten.

AUDITOR ist auch so nett und zeigt ein Unternehmen an, die kürzlich mit dem Fake Account kooperiert haben. Sind in unserem Beispiel hauptsächliche Unternehmen aus Deutschland, beziehungsweise deutschsprachige Unternehmensprofile. Na dann viel Spaß bei der Auswertung und ich drücke die Daumen, dass der Chef außer den Likes nichts sehen möchte.

Die New York Times hat für ihre Analyse übrigens auch Auditor eingesetzt. Die Zeiten, in denen Fakes nicht erkannt werden können, sind vorbei. Wer sich mit Influencer Marketing befasst und zusätzlich Tools einsetzt, sollte keinem Faker mehr auf den Leim gehen. Instagram sollte es aber auch nicht.

Weitere Artikel von uns zum Thema:

Warum gekaufte Follower deine Influencer-Marketing-Kampagne ruinieren

imafollowbot folgt Dir jetzt – Wenn „Möchtegern-Influencer“ Instagram Follower kaufen.

Micro-Influencer sind Fluch und Segen zugleich.

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Adam Mosseri zum Facebook Algorithmus…auf Twitter: Gewichtung von Kommentaren, Anzeigenanteil im News Feed & Reduzierung von Seitenbeiträgen.

Wo findet man wichtige Informationen zum Facebook News Feed Algorithmus und den aktuellen Anpassungen? Genau, auf Twitter. Zumindest ist Adam Mosseri momentan sehr aktiv und steht Fragen und Kritik Rede und Antwort. Natürlich sind Fake News ein allgegenwärtiges Thema, aber auch der News Feed Algorithmus, die Bedeutung von Videos, Seitenbeiträgen und der Gewichtung von Interaktionen sind regelmäßige Themen.

Bildquelle Flickr: Fotograf frankieleon „which is it?“ (CC BY 2.0)

Reduzierung von Seitenbeiträgen im News Feed

In einem öffentlichen Statement gab Facebook an, dass die Beiträge von Publishern im News Feed von 5 % auf 4 % reduziert werden. Auf Twitter bringt Adam Mosseri etwas mehr Klarheit in diese Schätzung und erklärt, wie man auf den Rückgang von 1 % kommt. Basis sind alle öffentlichen Inhalte, welch im News Feed um bis zu 20 % zurückgehen sollen.

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Das hört sich dann schon etwas anders an.

Gewichtung von Kommentaren und Shares

Teilweise wird aus unterschiedlichen Ankündigungen von Facebook versucht eine Wissenschaft zu machen. So beispielsweise auch der höheren Gewichtung von Interaktionen. Im Speziellen geht es um Shares und um Kommentare. Auch hierzu hat Adam Mosseri sich auf Twitter geäußert. Längere Kommentare haben für Facebook in den meisten Fällen mehr Bedeutung als kurze. Logisch und geht in die Richtung, welche Engagement Baiting im News Feed den Kampf angesagt hat. Wenn Nutzer aufgefordert werden bestimmte Wörter oder Antworten zu kommentieren, sind das für Facebook keine inhaltlich relevanten Kommentare. Wer Freunde markiert, spielt in der gleichen Liga und diese Kommentare werden ebenfalls als weniger relevant eingestuft.

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Auch wenn Seitenbeiträge beim Teilen bearbeitet und mit eigenen Meinungen ergänzt werden, ist das für Facebook ein positives Signal. Natürlich sind Kommentare und Shares für Facebook ein stärkeres Signal als Likes.

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Das ist auch der Grund dafür, warum Facebook Gruppen mehr Sichtbarkeit im News Feed gibt. Nicht wegen der Reichweite von Gruppen, sondern wegen der höheren Anzahl von längeren Kommentaren.

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Mehr Anzeigen im Facebook News Feed?

Wenn es um Änderungen am Facebook News Feed geht, kommen immer wieder Stimmen auf die besagen, Facebook möchte mehr Anzeigen platzieren. Adam Mosseri schreibt auf Twitter, dass sich auch bei einem chronologisch angeordneten News Feed, die Anzahl der Anzeigen nicht ändern würde.

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Facebook muss sich sehr oft rechtfertigen und ein großes Problem ist, dass Facebook häufig Motivationen unterstellt werden, die nicht im Sinne der Nutzer, Unternehmen und Publisher sind, sondern nur im Sinne von Facebook. Wenn Facebook sagt, dass Diskussionen zwischen Personen wieder mehr in den Vordergrund treten sollen, geht es eigentlich nicht darum. Es geht um niedrigere Reichweiten und mehr Anzeigen im News Feed. Ganz unschuldig ist Facebook an dieser Wahrnehmung aber natürlich nicht.

Aus diesem Grund ist die offene Kommunikation von Adam Mosseri genau das, was Facebook jetzt braucht.

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